Firmengründung:
In den europäischen Zivilrechtsländern ist
die Gründung einer Firma eine große Sache. Das Management beschließt die Fakten,
ein Notar verliest nach alter Väter Sitte den [bereits bekannten]
Gesellschaftsvertrag, eine Eintragung ins Handelsregister mit anschließender
Veröffentlichung ist außerdem nötig. Insgesamt dauert alles rund 6 Monate und
kostet — einschließlich gesetzlicher Mindesteinlage — rund 50,000 Euro [interne
Kosten nicht mitgerechnet].
In den USA ist es genau umgekehrt: aufgrund der geringen Formalien besteht
eigentlich kein Grund, eine Firma nicht zu Gründen, wenn in die USA exportiert
werden soll. Denn es gibt weder
- ein Handelsregister
- noch eine Notarisierungspflicht
- noch ein vorgeschriebenes Mindestkapital
- noch ein Sitzprinzip
- und letztlich kann auch der Firmenzweck stets formlos
verändert werden
Firmen lassen sich innerhalb einer Woche
Gründen und kosten einschließlich aller Gebühren und Anwaltskosten nicht mehr
als 3000 Euro.
Es ist eine erwiesene Tatsache, dass das USA Geschäft europäischer
Gesellschaften stets dann am erfolgreichsten ist, wenn dieser über eine
selbstständige Tochtergesellschaft abgewickelt wird. Dies zeigt dem Kunden das
nötige Commitment zum US-Markt, bietet Schutz vor Haftung und hat sowohl
steuerliche als auch administrative Vorteile.
Auch wenn der Vertrieb in den USA letztlich über Zwischenhändler, Broker oder
Agents abgewickelt wird, sollte stets Vertragspartner die eigene US-Subsidiary
sein.
Ein Direktvertrieb aus Europa ist grundsätzlich nicht empfehlenswert.
Namentlich, wenn die US-Präsenz zunimmt, besteht die Gefahr, dass die
Auslandsgesellschaft, d.h. der Exporteur, in Amerika steuerpflichtig wird.
Besonders bei Konsignationslagern ist dies der Fall.